Bei der Einschreibung muss eine Bescheinigung  über die Kranken- und Pflegeversicherung von einer gesetzlichen Krankenversicherung vorgelegt werden bzw. der Nachweis über die Befreiung von der studentischen Pflichtversicherung. Letzteren müssen alle privat krankenversicherten Studierenden vorlegen; Sie erhalten ihn bei den gesetzlichen Krankenkassen, z.B. der AOK, Barmer, DAK, Techniker Krankenkasse.
Je nach Vorversicherung, Alter, Familienstand gibt es diese verschiedenen Versicherungsvarianten:

Studentische Pflichtversicherung
Studierende müssen sich i.d.R. in der gesetzlichen Krankenversicherung als Student/in versichern. Mit der Beitragsreform zum 1.1.2016 zahlen Studierende € 61,01 zzgl. eines kassenindividuellen Beitragssatzes (häufig in Höhe von 1%), so dass der monatliche Beitragssatz meist € 66,38 beträgt. 

Für die Pflegeversicherung betragen die Beiträge
- monatlich € 15,52 für Studierende ohne Kinder, die das 23. Lebensjahr vollendet haben
- monatlich € 14,03 für Studierende mit Kindern

Studierende mit BAföG erhalten einen Zuschuss zur Kranken- und Pflegeversicherung von max. € 73,- monatlich.

Familienversicherung
Bis zur Vollendung des 25. Lebensjahrs (zuzüglich Zeiten für Wehr- und Zivildienst) ist es möglich, sich kostenfrei bei der gesetzlichen Krankenversicherung der Eltern mitzuversichern; liegen die eigenen Einkünfte über € 415,- im Monat, geht das nicht mehr (Grenze bei Einkünften aus Minijobs: € 450,-).

Freiwillige Versicherung

Nach dem 14. Fachsemester und/oder Erreichen des 30. Lebensjahres endet der Versicherungsschutz in der studentischen Pflichtversicherung: Danach ist es möglich, sich freiwillig zu versichern; falls sog. Vorversicherungszeiten vorhanden sind (12 Monate direkt vor dem Ende der Pflichtversicherungszeit bzw. 24 Monate während der letzten 5 Jahre).
- Examenskandidaten: Sie erhalten für 6 Monate einen günstigen Übergangsbeitrag für die
  - Krankenversicherung in Höhe von monatlich ca. € 110,- (genaue Höhe vom kassenind. Zusatzbeitrag abhängig),
  - Pflegeversicherung in Höhe von monatlich € 25,18 (bzw. € 22,76 bei eigenen Kindern).
Wichtig: Die Beiträge in der freiwilligen Versicherung sind einkommensabhängig. Bei Bruttoverdienst bis € 968,33,- (im Jahr 2016) beträgt die Krankenversicherung monatlich € 141,38 zzgl. kassenindividueller Beitragssatz. Bei höherem Einkommen gilt für die Krankenversicherung ein Satz von 14,6%. Bei selbstständiger Tätigkeit gelten gesonderte Regelungen. Liegen schwerwiegende familiäre und/oder persönliche Gründe (beispielsweise Schwangerschaft, Kindererziehung, Erkrankung, Erwerb der Hochschulreife über den Zweiten Bildungsweg) vor, kann die Krankenkasse diese anerkennen und die Fachsemester-/Altersgrenze verlängern.

Private Krankenversicherung
Wer privat versichert ist, kann sich von der studentischen Pflichtversicherung innerhalb von 3 Monaten nach Beginn der Versicherungspflicht (= Studienaufnahme) befreien lassen.
Die Befreiung ist für das gesamte Studium gültig und unwiderruflich. Private Krankenversicherer bieten während des Beihilfeanspruchs bis zum 25. Lebensjahr günstige Tarife an. Danach liegen diese allerdings häufig über denen der gesetzlichen Krankenkassen; ein Wechsel zurück in die gesetzliche Versicherung ist dann jedoch nicht mehr möglich. Also genau abwägen, welche Versicherung die jeweils richtige ist.

Weitere Infos unter:
www.studenten-krankenversicherung.net
www.1a-krankenversicherung.de (mit einer Liste aller studentischen Ansprechpartner/Hotline-Telefonnummern studentischer Krankenversicherer.)