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In den Mensen bieten wir nachhaltige und regionale Fleischgerichte in Kooperation mit dem Oberpfälzer Biodiversitätsprojekt Juradistl an. Aber wo kommt das Fleisch für die Gerichte überhaupt her? Wir haben uns den Lebensraum der Rinder und Schafe angeschaut.

Am 7. Juni 2019 haben wir mit Helmut Meier, dem Küchenchef der OTH-Mensa, zwei Juradistl-Betriebe besucht: Den Weiderind-Betrieb von Herbert Scheuerer in Beratzhausen und den Lamm-Betrieb von Herbert Schlupf in Berching.

Die folgenden Interwiews informieren über das Juradistl-Projekt und die Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk:

Josef Sedlmeier, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes Regensburg

Helmut Meier, Küchenchef OTH-Mensa (heute: Küchenchef Uni-Mensa)

Herbert Scheuerer, Landwirt in Beratzhausen

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Stellen Sie sich doch kurz vor und erzählen Sie von Ihrem Hof.

Ich bin der Scheuerer Herbert, bin hier in Hadelsdorf geboren. Den Hof hier bewirtschafte ich seit 2011. Zu Juradistl bin ich gekommen, weil ich gerne Vollzeit in der Arbeit bin. Als wir am Hof die Milchviehhaltung aufhören mussten, haben wir gemerkt, dass es sich ohne Kühe dann doch nicht so gut leben lässt. Ohne Viacher geht's a net! Drum haben wir mit dem Herrn Schwarz dann angefangen das Juradistl-Projekt zu machen, auch mit Weidehaltung.

Wie lange läuft die Zusammenarbeit schon?

Von Anfang an, seit 2011/12 bin ich dabei. Ich bin einer von den ersten schätze ich, die mitgemacht haben bei dem Projekt. Seitdem läuft's super! Wir haben drei Hektar Weidefläche. In ein paar Jahren stellen wir um auf Bio. Da wird vielleicht noch ein bisschen Fläche dazukommen. Gesamtbewirtschaftet im Betrieb werden 80 Hektar, dann eben auch auf Bio.

Wie viele Kühe haben Sie denn auf dem Hof?

Die Rassen sind zurzeit 31. Und im Stall drinnen sind sieben Stück. Immer die, die kastriert werden, müssen erst im Stall bleiben, damit die sich nicht gegenseitig abschlecken.

Herbert Schlupf, Schäfer in Berching

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Stellen Sie sich doch den Studierenden vor und wie Sie zu Juradistl gekommen sind.

Ich bin der Schlupf Herbert. Ich mach' das schon seit 35 Jahren hauptberuflich, vorher als Hobby. Bei Juradistl bin ich dabei seit Anfang an, das hat sich so ergeben. Das freut mich auch. Läuft auch gut, also besser als alleine.

Wie schaut denn der Tagesablauf eines Schäfers aus?

Von neun bis zwölf vormittags müssen sie [= die Schafe] raus, ans Wasser in den Schatten. Und dann von vier bis acht. Also sieben Stunden am Tag gehören sie raus.

Gehen Sie jeden Tag die gleiche Route?

Nein nein, ich bin in zwei Gemeinden unterwegs. Das hier ist der größte Berg, da kann ich jetzt eine Woche bleiben. Meistens musst du jeden vierten oder fünften Tag wechseln.