Um wieder mehr heimische Hülsenfrüchte auf den Teller zu bringen, fand in der Mensa der Hochschule Landshut ein Praxisworkshop für Köch*innen in der Gemeinschaftsverpflegung statt. Eingeladen hatte das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Abensberg-Landshut.
Mit fast 30 Teilnehmenden war der Workshop gut besucht. Küchenleiter*innen aus ganz Niederbayern, die in Kitas, Behörden oder Seniorenheimen kochen, hatten dort die Möglichkeit, sich über den Einsatz der eiweißreichen Alternativen zu Fleisch zu informieren. In einem Fachvortrag referierte der Küchenchef des Studentenwerks Niederbayern/Oberpfalz, Sascha Geiger, über den Wert von Hülsenfrüchten für Mensch, Boden und Klima und den Umgang mit Hülsenfrüchten in der Küche.


Die Teilnehmenden durften beispielsweise Apfelkuchen mit weißen Bohnen kosten. „Wir arbeiten gerne mit Ackerbohnen, da sie sehr kochstabil sind, einen angenehm würzigen, leicht nussigen Geschmack haben und aus unserer Region kommen“, sagt Sascha Geiger und ergänzt: „Die Reaktionen der gesundheitsbewussten Studierenden zeigen: Erbse, Bohne und Co. schmecken in Form von Spargel-Linsenragout, Tofusteak oder Gemüsepflanzerl mit Kichererbsen, sind lecker und sättigen zudem anhaltend.“ Dass sie ganz nebenbei wertvolles pflanzliches Eiweiß und reichlich Ballaststoffe sowie Vitamine und Mineralstoffe liefern, freut aus bekannten Gründen die Vegetarier und auch Veganer.


Noch wird der Großteil der in Deutschland konsumierten Hülsenfrüchte importiert und das obwohl sich Erbsen, Bohnen und Lupinen sehr gut auf unseren heimischen Böden anbauen lassen. Es steigt jedoch der Anbau von Hülsenfrüchten in Deutschland, auch in Bayern. „Wir bemühen uns immer wieder, Lieferanten zu finden, die heimische Hülsenfrüchte aus regionalem Anbau in der von uns benötigten Menge anbieten“, sagt Sascha Geiger. Zum Beispiel bezieht das Studentenwerk regionalen Tofu aus einer Manufaktur in Tiefenbach, den die Teilnehmenden in Form eines Tofusteaks probieren konnten. Im Sommer wird zudem veganes Eis aus Soja ins Sortiment des Studentenwerks genommen.





