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Auf einem Tablett steht ein Teller mit Nudeln mit Tofu und eine kleine Schale mit Paprika Salat.

Nachdem Ende 2024 acht Wochen lang keine Gerichte mit Rindfleisch angeboten wurden, folgte nun eine weitere, unangekündigte Aktion in den Mensen des Studierendenwerks: Am „Freitag für die Umwelt“ wurde im Zeitraum vom 1. Dezember 2025 bis zum 28. Februar 2026 im Speiseplan weitgehend auf Fleisch verzichtet.

Das STWNO setzt sich kontinuierlich für mehr Nachhaltigkeit ein. Ziel dieses neuen Projekts im Speiseplan war es, das bestehende Verpflegungsangebot an Freitagen mit vielfältigen vegetarischen und veganen Speisen attraktiver zu gestalten, gleichzeitig den Fleischkonsum in der Mensa zu senken, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden und einen weiteren Schritt für mehr Umweltschutz zu gehen.

Wie beim „Rindfleischverzicht“ von 2024, wurde auch dieses Mal nicht aktiv auf die Aktion hingewiesen oder Werbung für den „Freitag für die Umwelt“ gemacht. Das Verhalten der Gäste sollte nicht im Vorfeld beeinflusst werden.

Speiseangebot und Verkauf von Restanten

An den betreffenden Freitagen wurden hauptsächlich vegane und vegetarische Gerichte sowie Speisen mit Fisch geplant. Es wurden 41.100 vegetarische und vegane Speisen verkauft und 21.201 Speisen mit Fisch. Ergänzt wurde das Angebot wie gewohnt durch eine bunte Auswahl an Salaten, Beilagen und Desserts.

Der Tag sollte fleischarm gestaltet sein, denn dadurch können umweltschädliche Treibhausgase in der Ernährung reduziert werden. Die wichtigsten Informationen zu einer gesunden und nachhaltigen Ernährung haben wir in mehreren Beiträgen gesammelt.

In Einzelfällen wurden sogenannte „Restanten“ mit Fleisch verkauft. Hierbei handelte es sich um Speisen mit Lebensmitteln vom Vortag, die noch nicht vollständig aufgebraucht waren. Von den im Testzeitraum insgesamt 64.172 verkauften Gerichten betrug der Anteil der Restanten mit Fleisch 2,9 %. (Zum Vergleich: Im Vorjahr Betrug der Anteil der Fleischgerichte, im gleichen Zeitraum, der insgesamt verkauften Gerichte 16,6 %). Ein nicht-Verkauf der Restanten am Freitag hätte zu erhöhten Lebensmittelabfällen geführt. Das STWNO sieht sich angesichts der hohen Lebensmittelabfälle in Deutschland und deren Auswirkungen auf die Umwelt dazu verpflichtet, die Abfälle in seinen Einrichtungen so gering wie möglich zu halten.

Verkaufszahlen

Mit insgesamt 64.172 verkauften Gerichten zeigt die Auswertung des Testzeitraums eine positive Entwicklung der Verkaufszahlen. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres konnte der Verkauf um 15,6 % Prozent gesteigert werden.

Fazit und Ausblick

Der Speiseplan für den „Freitag für die Umwelt“ wurde in den letzten Monaten wie gewohnt mit drei bis vier Gerichten geplant. Eines davon mit Fisch, die anderen vegan oder vegetarisch. Das vegetarische und vegane Angebot wurde erweitert und im gleichen Zug inhaltlich vielfältiger gestaltet. U. a. durch die im Januar 2026 neu eingeführte PHD-Linie sind einige ausgewogene Gerichte hinzugestoßen.

Insgesamt zeigt der Testzeitraum, dass ein angepasstes, stärker pflanzenbasiertes Angebot auf breite Akzeptanz stößt und in Verbindung mit einer attraktiven Speiseplanung zur Steigerung der Nachfrage beitragen kann.

Aufgrund der starken Verkaufszahlen und den positiven Auswirkungen auf die Umwelt wird der „Freitag für die Umwelt“ fortgeführt.

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