Ein Studium - für viele Arbeiterkinder bleibt das nur ein Traum. Ein Studierender wurde vom Bayerischen Rundfunk auf seinem Weg an die Universität Regensburg - und zum Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz begleitet.

Der Film "Studieren als Arbeiterkind" von Martin Hardung, Bayerischer Rundfunk, ARD-alpha.

Im internationalen Vergleich ist der Bildungserfolg von Kindern in Deutschland immer noch stark vom Bildungsstand der Eltern abhängig. Von 100 Kindern aus nichtakademischen Familien studieren nur 23, bei Akademikerkindern sind es mehr als drei Mal so viele. Oft ist es Geldmangel, der vom Studium abhält, teilweise fehlt auch die Unterstützung der Eltern.
Wie können sich Kinder von Arbeitern oder einfachen Beamten und Angestellten während eines Studiums finanziell über Wasser halten? Woher nehmen sie die Energie, für ihren Lebensunterhalt alleine aufzukommen und gleichzeitig zu studieren? Was treibt sie an und hilft ihnen, ungewohnte und schwierige Situationen zu meistern? Campus Magazin-Extra  zeigt das Arbeiterkind Lukas auf seinem Weg vom Abitur in den neuen Lebensabschnitt an der Uni Regensburg - mit Hilfe des Studentenwerks Niederbayern/Oberfpalz: Bewerbungsmarathon um einen Studienplatz, Abnabelung von zu Hause, Suche nach einer bezahlbaren Studentenbude, erste Schritte ins Studentenleben und auf der Jobsuche.

Wer in sozial schwachen Verhältnissen aufwächst, hat weniger gute Voraussetzungen für einen optimalen Start ins Leben: Laut Statistik haben Arbeiterkinder ein doppelt so hohes Risiko für Depressionen wie ein Kind aus einer Mittelschichtfamilie. Kinder mit niedrigem sozialem Status sind besonders oft  von Essstörungen betroffen und sie leiden häufiger unter psychischen Krankheiten. Dennoch: Auch ohne Vorbilder, oft ohne sozialen Rückhalt und meist ohne Rücklagen auf dem Konto, können manche Arbeiterkinder es schaffen, im Leben viel weiter zu kommen, als ihr sozialer Status es eigentlich vorzeichnet. Wie das gelingen kann, zeigt diese Reportage von Martin Hardung.