Im Juni diesen Jahres lobte das Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz einen Kunstwettbewerb zur künstlerischen Ausgestaltung der neuen Wohnanlage in der Franz-Mayer-Straße 14 in Regensburg aus. Am 14. Oktober entschied das Preisgericht über den Siegerentwurf.

Wettbewerbsteilnehmer und -aufgabe

Beiträge von vier Künstlerinnen und Künstler standen bei der Preisgerichtssitzung am 14. Oktober zur Auswahl:

1. don’t stop me now von Herrn Renato Rill

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2. I’m OK – you’re OK von Netzhalde.de

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3. Reflection Point von Frau Christine Sabel

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4. Raum Zeit Kontinum von Sabine Angerer

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Für die räumliche Positionierung bzw. die Thematisierung der Kunst war der zentrale Innenhof der neuen Wohnanlage vorgesehen. Die Gestaltung sollte mit dem für die Außenanlagen beauftragten Landschaftsarchitekturbüro abgestimmt werden.

Gesucht wurde ein künstlerischer Beitrag, der die Bedeutung des Ortes als Aufenthaltsfläche sichtbar macht und betont. Der Wettbewerbsbeitrag sollte zur Blickabschirmung von der Fensterfront des Gemeinschaftsraumes sichtbaren Parkierungszone im offenen Untergeschoss beitragen. Der künstlerische Beitrag war frei wählbar.

Preisgericht urteilt über Wettbewerbssieger

Nach einem ersten Informationsrundgang und zwei Wertungsgängen stand der Wettbewerbssieger fest: I’m OK – you’re OK von Netzhalde.de konnte das Preisgericht überzeugen.

Das Juryurteil zum Siegerbeitrag lautete:

Die Arbeit ist eine sehr gute Auseinandersetzung der Kunst mit der Architektur. Die vorgeschlagene Lösung kann nur an diesem Ort stehen. Die Säulen sind auf dem ersten Blick unauffällig, regen aber auf dem zweiten Blick zur Auseinandersetzung an. Es handelt sich um ein Wechselspiel aus Bauwerkssäulen und geformten Säulen. Frech wird auf einem Parkplatz eine Säule gesetzt. Sehr spannend und hintersinnig ist der Umgang mit dem Thema Wasser. Bei Regen bildet sich eine Pfütze, in der sich die Konturen der Architektur spiegeln. Die Pfütze kann in der kalten Jahreszeit ablaufen und stellt damit keine Gefährdung für die Verkehrssicherheit dar.

Die Irritation, die das Kunstwerk verursacht, ist spannend vor allem in der Nachhaltigkeit der Betrachtung. Alle Bereiche – Architektur, Sozialer Raum, Nachhaltigkeit, Ökologie – sind aufgegriffen. Der Beitrag ist universell und regt zum Nachdenken an.

Das Preisgericht sprach den Künstlern die Empfehlung aus, über die Proportion der kleinen Säule nochmals nachzudenken.

Folgende Mitgliederinnen und Mitglieder bildeten das Preisgericht:

  • Herr Stephan Leissle, Architekt, Behnisch Architekten München
  • Frau Martina Maurer, Architektin, Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz
  • Frau Ruth Fehrmann, Landschaftsarchitektin, Lichtgrün Regensburg
  • Herr Ludwig Bäuml, BBK Niederbayern/Oberpfalz
  • Herr Matthias Eckert, BBK Niederbayern/Oberpfalz
  • Frau Astrid Schröder, Künstlerin aus Regensburg
  • Herr Albert Dischinger Dipl.-Ing., Bauoberrat, Regierung Oberpfalz
  • Frau Gerlinde Frammelsberger, Geschäftsführerin, Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz
  • Herr Manfred Albrecht, Bauingenieur/Stabsstellenleiter Bauwesen/Technik, Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz