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Das Logo des Deutschen Studierendenwerks (DSW) erscheint auf einer transparenten Deutschlandkarte. © Logo: DSW

Auf der Mitgliederversammlung der im Deutschen Studierendenwerk (DSW) organisierten 57 Studierendenwerke wurde am 3. Dezember 2025 ein umfassender Forderungskatalog zur Stärkung der sozialen Infrastruktur des Hochschulsystems erarbeitet. Erfahrt mehr über die wichtigsten Inhalte der Bereiche Sanierung und Modernisierung von Mensen, Cafeterien und Studierendenwohnanlagen, Länderzuschüsse, BAföG-Reformagenda, Internationalisierung und Deutschlandsemesterticket.

Soziale Infrastruktur zukunftsfest machen

Die Studierendenwerke drängen auf eine umfassende Sanierungs- und Modernisierungsoffensive für die soziale Infrastruktur an Hochschulen, die Grundvoraussetzung für Studierende ist, die ein Studium betreiben. Angesichts eines erheblichen Sanierungsstaus in Mensen, Cafeterien und Studierendenwohnheimen fordern sie unter anderem

  • eine Verdopplung der Bundesmittel für das Bund-Länder-Programm „Junges Wohnen“ ab 2027
  • kumulierte staatliche Förderung für Heizungstausch und energetische Sanierung
  • eine praxisnahe Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie sowie klare Vorgaben für den „Gebäudetyp E“

Zudem fordern sie eine gemeinwohlorientierte Bodenpolitik mit kostengünstigen, campusnahen Grundstücken. Ohne finanzierbare Grundstücke können viele Studierendenwerke nicht bauen.

Der Modernisierungsbedarf in Mensen und Cafeterien beläuft sich auf rund vier Milliarden Euro. Benötigt wird rasche Klarheit, welche Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität der Länder sowie der Schnellbauinitiative des Bundes bereitgestellt werden können.

Zur vollständigen Pressemitteilung: https://www.studierendenwerke.de/beitrag/infrastruktur-endlich-sanieren-und-modernisieren-das-soziale-fundament-des-hochschulsystems-staerken

Höhere Länderzuschüsse für die Studierendenwerke

Um die Folgen von Inflation und Preissteigerungen abzufedern, verlangen die Studierendenwerke von den Bundesländern deutlich höhere Zuschüsse. Da Studierende über Mieten, Mensapreise und Sozial- bzw. Studierendenwerksbeiträge einen Großteil der Finanzierung tragen und die staatliche Unterstützung seit Jahren stagniert, drohen ohne zusätzliche Gelder der Länder steigende Belastungen – zulasten derjenigen, die ohnehin mit knappen Budgets auskommen müssen, unseren Studierenden.

Besondere Aufmerksamkeit gilt der psychosozialen Beratung, deren Nachfrage durch Studierende kontinuierlich wächst und für die zusätzliche Mittel nötig sind.

Zur vollständigen Pressemitteilung: https://www.studierendenwerke.de/beitrag/studierendenwerke-staerken-studierende-foerdern-chancengleichheit-realisieren-2

Höher, einfacher, digitaler: Die Reformagenda der Studierendenwerke fürs BAföG

Die Studierendenwerke haben eine umfassende BAföG-Reformagenda erarbeitet. Gefordert werden unter anderem

  • die Anhebung des Grundbedarfs auf Grundsicherungsniveau ab Wintersemester 2026/2027
  • die Dynamisierung von Bedarfssätzen, Freibeträgen und Wohnkostenpauschale
  • eine Vereinfachung des BAföGs durch längere Bewilligungszeiträume, den Wegfall des Leistungsnachweises nach dem 4. Semester und die Nutzung vorhandener Behördendaten

Zudem setzen sich die Studierendenwerke für eine bundeseinheitliche Digitalisierung aller BAföG-Prozesse ein – inklusive e-Akte, e-Bescheid und e-Kommunikation. Die geplante Einführung eines BAföG-Bots soll Informationsdefizite abbauen. Für eine funktionsfähige Umsetzung müssen die Länder die BAföG-Ämter personell und finanziell unterstützen.

Zur vollständigen Pressemitteilung: https://www.studierendenwerke.de/beitrag/hoeher-einfacher-digitaler-dsw-vorschlaege-fuer-eine-bafoeg-reform

Soziale Infrastruktur ist Schlüssel für erfolgreiche Internationalisierung

Für eine nachhaltige Internationalisierung des Hochschulsystems fordern die Studierendenwerke eine gezielte Stärkung der sozialen Infrastruktur. Bei über 400.000 internationalen Studierenden steigt der Bedarf an günstigem Wohnraum, Unterstützungsangeboten und verlässlicher Beratung.  Besonders hervorheben sie die Wohnheimtutor*innen-Programme, die Integration und Studienerfolg maßgeblich fördern.

Konkret fordern die Studierendenwerke:

  • eine kraftvolle Umsetzung des Bund-Länder-Programms „Junges Wohnen“
  • eine länder-seitige Förderung der Wohnheimtutor*innen-Programme
  • den Ausbau psychologischer und sozialer Beratung
  • lokale Strategien und Netzwerke für internationale Studierende, gemeinsam mit den Hochschulstädten und Hochschulen.

Ebenso fordern die Studierendenwerke unbürokratische Lösungen bei Melderecht und Rundfunkbeitragsbefreiung von internationalen Studierenden sowie bessere Informationen für sie bereits vor ihrer Ankunft in Deutschland.

Zur vollständigen Pressemitteilung: https://www.studierendenwerke.de/beitrag/erfolgreiche-internationalisierung-der-hochschulen-braucht-staerkere-soziale-infrastruktur

Deutschlandsemesterticket für Studierende: Preis vom regulären Deutschlandticket entkoppeln

Die Studierendenwerke appellieren an Bund und Länder, den Preis des Deutschlandsemestertickets vom regulären Deutschlandticket zu entkoppeln und eine verbindliche Preisobergrenze für Studierende festzulegen. Durch die aktuelle Kopplung steigt der Monatspreis 2026 auf 37,80 Euro, was 226,80 Euro pro Semester allein für Mobilität bedeutet – eine erhebliche Belastung für Studierende mit ohnehin angespanntem Budget. Angesichts möglicher zukünftiger Preiserhöhungen ab 2027 verlangen die Studierendenwerke, dass dieser Automatismus ausgesetzt wird, um Mobilität für Studierende bezahlbar zu halten.

Zur vollständigen Pressemitteilung: https://www.studierendenwerke.de/beitrag/fuer-den-erhalt-der-studentischen-mobilitaet-stabile-preise-bezahlbare-tickets