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Die Gästeführer kurz vor der Besichtigung des Goldenen Turms Die Gästeführer kurz vor der Besichtigung des Goldenen Turms

Am 16. Dezember 2025 ging für mehrere Gästeführer und -führerinnen in Regensburg ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung: die Besichtigung des Goldener Turms im Herzen der Regensburger Altstadt. Ein Gebäude, das bei nahezu jeder Stadtführung von außen bestaunt wird und das Regensburger Stadtbild prägt, konnte an diesem Tag von innen erlebt werden.

Weiterbildung auf Anfrage von kulttouren e. V.4T8A0949 bearbeitet

„Den Goldenen Turm sehen und sterben“, so brachte es ein Gästeführer auf den Punkt.

Ausgangspunkt für diese außergewöhnliche Besichtigung war eine Anfrage von kulttouren e. V., dem Verband der Regensburger Gästeführer*innen. Ziel war eine Weiterbildung zum Thema studentisches Wohnen in der Altstadt und zur Arbeit des Studierendenwerks.

Bei Führungen mit Gästen aus Deutschland, Europa und aller Welt kommen die Wohnanlagen des STWNO in der Altstadt regelmäßig zur Sprache. Besonders beeindruckt zeigen sich Besucher*innen immer wieder davon, dass studentisches Leben in historischen Denkmälern verortet ist – ein echter Aha-Moment.

Der Goldene Turm und der Innenhof mit der dunklen Holzvertäfelung sind ein Muss bei jeder Tour. Während der Innenhof für die Öffentlichkeit geöffnet ist, gehört der Goldene Turm zur Wohnanlage des STWNO in der Wahlenstraße und kann in der Regel nicht besucht werden. Denn für einen Besuch müssten bewohnte Zimmer und Küchen der Studierenden durchquert werden.

Die enge Wendeltreppe mit 152 Stufen führt vom 3. Stock bis in die Turmspitze.

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Oben angekommen wird es windig, doch man wird mit einem Atemberaubenden Ausblick auf Regensburg belohnt.

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Im Turm befinden sich noch Wandgemälde aus der Renaissance, welche durch das STWNO aufwendig erhalten wurden. Zuletzt wurden die Gemälde in den Jahren 2018 und 2019 restauriert, um sie für die Nachwelt zu erhalten. Sie zeigen meist unbekleidete weibliche und männliche Skulpturen, die jeweils einzeln in unterschiedlichen Posen und in gemalten Wandnischen stehen. Eine genaue Deutung der Darstellungen ist schwierig. Die von den Statuen gehaltenen Gegenstände und Attribute sowie offensichtlich vorhandene körperliche Eigenheiten sind kaum mehr ablesbar. Die erhaltenen Reste zeigen florale Ornamentmalerei mit Akanthusranken, Blüten, Granatäpfeln etc. ergänzt durch figürliche Darstellungen, beides in rapportartiger Wiederholung. Weitere Informationen und Bilder zur Restaurierung im Beitrag „STWNO restauriert Turmzimmer im Goldenen Turm“.

Die Gästeführer*innen gingen begeistert auf Erkundungstour.

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Sanierung der Wohnanlage

Da die Wohnanlage ab Januar 2026 umfassend saniert wird, bot sich nun eine einmalige Gelegenheit, den Turm vor Beginn der Baumaßnahmen zu besteigen. Die Wohnanlage wurde zum Wintersemester 2025/26 entmietet. In Vorbereitung für die Sanierung wurden im November bereits die Inneneinrichtung entfernt.
Weitere Informationen zur Sanierung stehen in diesem Beitrag.

Wohnanlage Vor der Grieb20251216 151920 web

Nur ein paar Schritte entfernt vom Goldenen Turm befindet sich eine weitere Studierendenwohnanlage des STWNO. Die Anlage „Vor der Grieb“ liegt ebenfalls auf der Route der Gästeführer*innen. Während der Gemeinschaftsraum für seine Größe und Architektur bestaunt wurde, waren die Gästeführer*innen vom Partyraum regelrecht begeistert - insbesondere da wohl am selben Abend noch eine Studi-Party stattfinden sollte.

Auch dem Kulturraum VOR DER GRIEB, wurde ein Besuch abgestattet. Dank der Kulturföderung des STWNO bietet der Kulturraum mit saniertem historischem Gewölbe vor allem Studierenden die Möglichkeit, ihre Kunst in Ausstellungen oder anderen kreativen Veranstaltungskonzepten zu präsentieren.

Das Studierendenwerk stellt sich vor

Abgerundet wurden die Besichtigungen durch einen Vortrag von Geschäftsführerin Doreen Steudte. In ihrem Vortrag gab sie den Gästeführer*innen einen Überblick über die Standorte und die Arbeitsbereiche des STWNO. Zudem informierte sie über die anstehende Sanierung des Goldenen Turms und die weiteren Wohnanlagen des STWNO in der Regensburger Altstadt.

Gästeführer*innen sind wichtige Multiplikator*innen für den Standort Regensburg – sie vermitteln nicht nur Geschichte, sondern auch das moderne, lebendige Stadtleben, zu dem die Studierenden maßgeblich beitragen.