Bio-Lebensmittel bieten zahlreiche Vorteile für Gesundheit, Umwelt und Tiere. Sie werden ohne den Einsatz von synthetischen Pestiziden oder chemischen Düngemitteln angebaut, was nicht nur die Belastung der Umwelt verringert, sondern auch den Erhalt der Biodiversität fördert. Zudem enthalten Bio-Produkte oft weniger Rückstände von chemischen Stoffen und sind frei von Gentechnik. Bio ist also nicht nur gesund für uns, sondern auch für den Planeten.
Inhalt
- Bio-Gerichte in der Mensa
- Informationen zum EU-Bio-Logo
- Informationen zum Bayerischen Bio-Siegel
- Informationen zum Deutschen Bio-Siegel
- Weiterführende Links
1. Bio-Gerichte in der Mensa
Das Studierendenwerk Niederbayern/Oberpfalz legt Wert auf die Qualität der Zutaten, die tagtäglich auf die Teller der Mensen an unseren Standorten kommen. Seit 2010 bieten wir in den Mensen Gerichte an, die ausschließlich aus ökologisch erzeugten Rohstoffen hergestellt werden. Auch bei unseren Beilagen legen wir Wert auf eine optimale Produktqualität. Unsere Nudeln und unser Reis sind zu 100 % Bio-Produkte.1
Damit diese Gerichte im Speiseplan auf einen Blick erkennbar sind, werden sie auf unserem Bildschirmsystem mit dem EU-Bio-Siegel (formal korrekt: „EU-Bio-Logo) gekennzeichnet.
Mit der klaren Kennzeichnung von Bio-Gerichten wollen wir es unseren Gästen leicht machen, sich für Bio zu entscheiden und so einen Beitrag für Tier und Umwelt zu leisten.
Abgesehen vom EU-Bio-Logo ist für uns auch das Bayerische Bio-Siegel relevant. Mit diesem ist der in den Mensen verwendete Tofu ausgezeichnet. Den Tofu beziehen wir vom Produzenten Gesgu in Tiefenbach.
2. Informationen zum EU-Bio-Logo
Es handelt sich hierbei um eines der bekanntesten und am meisten verbreiteten Siegel für Nahrungsmittel. Seit dem 1. Juli 2010 ist die Kennzeichnung für „bio“, „aus kontrolliert biologischem Anbau“ oder „öko“ Produkte mit diesem Siegel verpflichtend. Das Ziel ist eine nachhaltigere Landwirtschaft in der EU über klar definierte Regeln zu fördern. Diese EU-weit gültigen Rechtsvorschriften garantieren einheitliche Standards für den ökologischen Landbau. Das EU-Bio-Logo steht für eine ökologische Produktion und artgerechte Tierhaltung.
Kriterien:
- Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel
- nur etwa 70 Zusatzstoffe zugelassen (konventionelle Produkte ca. 400)
- artgerechtere Haltungsformen
- höchstzulässige Anzahl von Tieren pro Hektar
- biologische Futtermittel
- Verbot von präventiver Antibiotika-Gabe
- Verbot von Gentechnik
- Verbot von Bestrahlung
- Verbot von Süßstoffen (außer Erythrit), Stabilisatoren, synthetischen Farbstoffen, Konservierungsmitteln und Geschmacksverstärkern
- keine zugesetzten Vitamine und Mineralstoffe (ausser bei Produkten, wo Gesetze dies vorschreiben, etwa Babybrei)
Bei der Kennzeichnung der Produkte muss der Name und/oder die Codenummer der zuständigen Öko-Kontrollstelle angegeben werden. Das Schema der Codenummer für eine Kontrollstelle, die in Deutschland ansässig ist, lautet: DE-000-Öko-Kontrollstelle. Dabei steht "DE" für Deutschland und "000" für die dreistellige Kennziffer der Kontrollstelle.
Ein zusammengesetztes Lebensmittel, so wie unsere Gerichte in den Mensen, darf nur mit dem Siegel gekennzeichnet werden, wenn mindestens 95 % der Zutaten Bio sind.
Weiterführende Informationen zum EU-Bio-Logo gibt es auf der Seite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

3. Informationen zum Bayerischen Bio-Siegel
Das Bayerische Bio-Siegel steht für ein hohes Bio-Qualitätsversprechen: aus Bayern, für Bayern. Gekennzeichnete Produkte erfüllen strengere Vorgaben als die des EU-Bio-Logos. Die Qualitätsstandard orientieren sich an den vier größten in Bayern aktiven Öko-Anbauverbänden (Demeter, Bioland, Biokreis, Naturland).
Besonders wichtig sind für das Bayerische Bio-Siegel:
- Bio-Qualität über dem gesetzlichen Standard
- Nachvollziehbare Herkunft: Anbau, Ernte, Verarbeitung und Verpackung in Bayern
- Unterstützung der heimischen Bio-Bauern und Verarbeiter
- Aktiver Naturschutz
- Staatlich Streng geprüftes Kontrollsystem
Die Lebensmittel, die mit dem Bayerischen Bio-Siegel gekennzeichnet werden haben kurze Transportwege. Gleichzeitig wird beim Ausbau von regionalen Wirtschaftskreisläufen geholfen und heimische Bio-Betriebe unterstützt.
Unser Tofu Lieferant Gesgu darf seinen Tofu mit diesem Siegel auszeichnen. Da es sich bei dem Tofu um eine Zutat des Gerichts in den Mensen handelt, kann nicht das gesamte Gericht auf dem Bildschirmsystem mit dem Bayerischen Bio-Siegel gekennzeichnet werden.
Weiterführende Informationen zum Bayerischen Bio-Siegel gibt es auf der Seite der Agentur für Lebensmittel und Produkte aus Bayern.

4. Informationen zum Deutschen Bio-Siegel
Das deutsche Bio-Siegel wurde bereits 2001 eingeführt. Biologische Produkte sind seitdem auf einen Blick erkennbar. Das sechseckige Logo basiert auf den gleichen gesetzlichen Grundlagen wie das EU-Bio-Logo und wurde daher im Jahr 2010 mit der Einführung des EU-Bio-Logos eigentlich abgelöst. Das staatliche Bio-Siegel lässt sich dennoch weiterhin auf einer Vielzahl von Produkten finden, da es auf freiwilliger Basis weiterverwendet werden darf.

Weiterführende Informationen zum deutschen Bio-Siegel gibt es auf der Seite von Ökolandbau.de.
5. Weiterführende Links
- Bio Zertifikat ABCERT AG
- Ein Besuch in der Tofurei
- Tierwohl
- Regionalität
- Gesunde und klimafreundliche Ernährung
1 Ausgenommen: Spinatnudeln, Tagliatelle, Suppennudeln, Milchreis, Risotto Reis




