Das Studierendenwerk Niederbayern/Oberpfalz setzt sich ein für mehr Tierwohl und verwendet für die frisch hergestellten Backwaren wie Kuchen, Gebäck, u.v.m. seit März 2021 Eier von Hühnern, deren „Brüder“ aufgezogen werden, sogenannte "Bruderhähne" und das schon lange vor der Einführung des Deutschlandweiten Verbots zum Kükentöten.
Die Aufzucht der Bruderhähne ist und bleibt zeit- und kostenintensiv. Der Fleischbetrag dagegen eher gering. Deshalb gibt es wenige Betriebe, die diese Küken aufziehen und vermarkten können.
Das Studierendenwerk bezieht Eier in Bio-Qualität, deren Bruderhähne aufgezogen werden über den Eierhof Heigl in Straubing und über Landeier Dichtl in Passau.
Initiative Brudertier
Die Brudertier Initiative Deutschland setzt sich bereits seit 2013 gegen das Kükentöten ein. Von Beginn an wurden für die Betriebe klare Kriterien festgelegt, nach welchen die Bruderhähne aufgezogen werden mussten. Seit 01.01.2025 wurde die Zertifizierung des BID-Bruderhahn-Siegels auf Grund der Marktsituation stillgelegt.
Mittlerweile ist seit 2022 das Kükentöten (oder auch „Kükenschreddern“) in Deutschland verboten. Als Alternativen zu Aufzucht gibt es nun die Möglichkeit die männlichen Küken gar nicht erst auszubrüten oder die Hennen aus dem Ausland zu beziehen. Sollten die Hähne tatsächlich aufgezogen werden, kann es zu Unterschieden in der Haltungsform, der Fütterung und der Lebensdauer kommen.




